Das Krankenhaus Son Llàtzer auf Mallorca gerät erneut in die Kritik. Zwei Todesfälle werfen Fragen nach der Patientensicherheit und Qualität der medizinischen Versorgung auf. Die betroffenen Familien erheben schwere Vorwürfe gegen das Klinikpersonal.
Tödliche Patientenverwechslung: 81-Jährige erhielt falsches Medikament
Eine 81-jährige Patientin verstarb, nachdem sie offenbar mit einer anderen Patientin verwechselt worden war. Nach Angaben ihres Sohnes erhielt sie fälschlicherweise Morphin, das für eine andere Person bestimmt war. Die Seniorin sei mit der Patientenkennung einer anderen Kranken versehen worden – ein Fehler, der stundenlang unentdeckt blieb.
Die Familie wirft dem Krankenhauspersonal vor, Dokumente nachträglich verändert und die Überwachung der Patienten vernachlässigt zu haben. Sie hat das Gesundheitsministerium eingeschaltet und fordert die Einleitung eines Disziplinarverfahrens.
Suizid in der Psychiatrie: Mutter kritisiert mangelnde Sicherheitsvorkehrungen
Ein weiterer Fall ereignete sich in der psychiatrischen Abteilung von Son Llàtzer. Eine junge Frau nahm sich dort das Leben. Ihre Mutter macht gravierende Mängel bei der Überwachung und fehlende Sicherheitsmaßnahmen dafür verantwortlich. Trotz der Bemühungen des Personals seien die Kontrollmechanismen unzureichend gewesen.
Die Angehörigen fordern nun Änderungen in den Klinikprotokollen und mehr Pflegepersonal für die psychiatrische Station. Die Tochter war bereits mehrfach in Behandlung gewesen – ihre kritische Verfassung war dem Personal bekannt.










