Vor 25 Jahren verschwand die junge Professorin Ana Eva Guasch spurlos aus Palma de Mallorca. Der Fall bleibt bis heute ungelöst und wirft weiterhin zahlreiche Fragen auf. Ana Eva, damals 27 Jahre alt, war eine lebensfrohe und engagierte Lehrerin an der Santa-Mónica-Schule nahe der Calle Aragón. Am Abend vor ihrem Verschwinden war sie mit Freunden ausgegangen. Sie verbrachte eine scheinbar normale Nacht, fuhr ihre Freunde nach Hause und kehrte anschließend in ihre eigene Wohnung zurück. Als niemand am nächsten Tag bei ihr die Tür öffnete und sie nicht zur Arbeit erschien, schlugen Familie und Freunde Alarm.
Die Ermittlungen der Polizei begannen schleppend und wurden von den Angehörigen der Vermissten als fehlerhaft kritisiert. Insbesondere ein junger Mann, mit dem Ana Eva eine neue Beziehung eingegangen sein soll, geriet in Verdacht. Trotz mehrmaliger Verhaftungen mangelte es an Beweisen, er blieb auf freiem Fuß. Der Verdacht gegen ihn konnte nie erhärtet werden. Über die Jahre blieben die familiären und freundschaftlichen Netzwerke von Ana Eva aktiv, um den Fall im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten. Sie organisierten Demonstrationen und sammelten Unterschriften, um die Polizeibehörden unter Druck zu setzen.
Versäumnisse der Behörden führten zu Reformen
Die Versäumnisse der Behörden lösten erhebliche Diskussionen über die Handhabung von Vermisstenfällen aus und führten zu Reformen der Ermittlungsprotokolle. Der alte Gebäudekomplex, in dem Ana Eva zuletzt lebte, existiert nicht mehr. Er wurde abgerissen und durch moderne Wohneinheiten ersetzt. Dennoch bleibt das Interesse an dem Fall ungebrochen – für Familie und Freunde von Ana Eva ist das Rätsel um ihr Verschwinden eine nie geschlossene Wunde.
Die damalige Tragödie hat Palma tief geprägt. Der Fall Ana Eva Guasch wurde ein Symbol für die unerträgliche Ungewissheit, die Familien vermisster Personen erfahren. Trotz aller Bemühungen bleibt der Fall bis heute ungeklärt. Ana Eva Guasch bleibt in der Erinnerung der Insel ein Mysterium.









