Polizei klagt Hauseigentümer wegen fahrlässiger Tötung an
In Manacor auf Mallorca hat die Polizei die Eigentümer eines Hauses angeklagt, das im Januar einstürzte und zum Tod eines 18-Jährigen führte. Den Eigentümern wird fahrlässige Tötung vorgeworfen, da das Gebäude ohne Genehmigung umgebaut wurde und schwere Mängel aufwies. Laut Polizei wurden die Trümmer der Bauarbeiten über Monate hinweg auf der Terrasse gelagert, was das Dach zusätzlich belastete. Die Ermittlungen, die gemeinsam mit Feuerwehr und Kommune durchgeführt wurden, zeigten, dass dadurch das Risiko für die Bewohner erheblich stieg.
Der tragische Vorfall ereignete sich am 15. Januar in der Straße Sant Francesc. Der Einsturz verschüttete zwei Brüder im Schlaf, wobei der 18-jährige Miguel Ángel Flórez seinen schweren Verletzungen erlag. Sein jüngerer Bruder wurde mit Verletzungen geborgen. Die Gemeinde erklärte, das 1900 errichtete Haus hätte längst auf seine Statik überprüft werden müssen – was allerdings versäumt wurde.
Illegale Baumaßnahmen führten zum tödlichen Einsturz
Die Beamten der Nationalpolizei in Manacor haben die Ermittlungen mittlerweile an die Justiz übergeben, die nun über die Anklage entscheidet. Die Geschehnisse sorgten für Entsetzen in der Gemeinde und führten zu Forderungen nach strikteren Kontrollen bei Bauvorhaben. Der Vorfall diene als mahnendes Beispiel, wie wichtig die Einhaltung von Bauvorschriften ist, besonders wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen.
Erhebt das Gericht Anklage, könnten die Eigentümer nach den gerichtlichen Anhörungen zur Verantwortung gezogen werden. Bewohner der Stadt zeigten sich schockiert und betonten, dass sie nicht damit gerechnet hätten, dass die Missachtung von Genehmigungen und Sicherheitsvorschriften solche dramatischen Folgen haben könnte.










