In Palma de Mallorca müssen sich zwei Männer wegen versuchten Mordes verantworten. Im ersten Fall steht ein brasilianischer Staatsbürger vor Gericht, der am 2. Februar 2025 mit einem Korkenzieher auf einen Mitbewohner eingestochen haben soll. Die Tat ereignete sich in einem Abstellraum im Foners-Viertel, nachdem der Angeklagte zuvor sexuell abgewiesen worden war. Das Opfer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und musste notärztlich behandelt werden.
Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe und Ausweisung
Die spanische Staatsanwaltschaft verlangt für den Brasilianer 15 Jahre Haft sowie seine Ausweisung aus Spanien nach Verbüßung eines Teils der Strafe. Zusätzlich soll er 21.000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer zahlen. Die Verhandlung läuft vor der Audiencia Provincial de Baleares.
Der zweite Fall betrifft einen spanischen Staatsbürger, der in der Nacht des 2. November 2024 einen Passanten angegriffen haben soll. Er versuchte laut Anklage, sein Opfer ohne Vorwarnung mit einem gezackten Messer zu verletzen. Die Kapuze des Angegriffenen verhinderte noch Schlimmeres, dennoch erlitt dieser erhebliche Verletzungen. Die Wunde musste mit 13 Stichen genäht werden.
Fortsetzung der Prozesse am Montag
Auch in diesem Fall strebt die Staatsanwaltschaft eine mehrjährige Haftstrafe an. Der Prozess wird am Montag, dem 8. Juni, von der Sektion Zwei der Audiencia Provincial de Baleares fortgesetzt.










