Ein tödlicher Unfall bei einer Rallye auf Mallorca hat am Wochenende die Motorsportgemeinschaft erschüttert. Der Vorfall ereignete sich während der 550 Challenge: Die deutsche Fahrerin Christina Ettel und ihr Beifahrer Klaus Ettel waren gemeinsam im sogenannten Zero Car unterwegs. Dieses Fahrzeug erfüllt wichtige Sicherheitsfunktionen bei Rallyes, indem es die Strecke vor den eigentlichen Rennfahrzeugen überprüft.
Bei dem Unfall auf der MA-10 im Tramuntana-Gebirge kam der Porsche 911 GT3 RS von der Strecke ab und stürzte eine Böschung hinunter. Zeugen vermuten, dass eine Unebenheit auf der Fahrbahn in Verbindung mit hoher Geschwindigkeit zum Kontrollverlust des Fahrzeugs führte. Wie die Guardia Civil mitteilte, wird die genaue Ursache noch untersucht.
Veranstalter betont Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften
Veranstalter Toni Dezcallar betonte, dass die Rallye alle erforderlichen Genehmigungen eingehalten habe. Christina Ettel wurde nach dem Unfall schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, konnte sich jedoch aus eigener Kraft aus dem Auto befreien. Sie erlitt mehrere Brüche an der Wirbelsäule und eine Leberprellung, ist aber optimistisch, bald nach Österreich zurückkehren zu können.
Zahlreiche Motorsportler und Freunde drückten in den sozialen Medien ihr Beileid aus. Der Kroate Klaus Ettel überlebte den Unfall nicht. Seine Witwe Viktoria bat in einem emotionalen Post um Respekt für die Privatsphäre der Familie während der Trauerzeit. Der Unfall auf der MA-10-Strecke zwischen Pollença und Lluc zeigt erneut die Gefahren im Motorsport.
Christina Ettel dankt für Unterstützung
Christina Ettel bedankte sich in den sozialen Medien beim Rallyeveranstalter und den Freunden für die Unterstützung. Der Unfall führte zur Absage der verbleibenden Prüfungen der Rallye. Die Motorsportlerin äußerte, dass sie ihre Arme und Beine weiterhin uneingeschränkt bewegen kann, was nach den erlittenen Verletzungen Hoffnung gibt.
Die Untersuchungen zum Unfallhergang dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dezcallar sagte, Ettel und ihr Beifahrer hätten im Vorfeld die Strecke auf mögliche Gefahren überprüft, was deren wichtige Rolle als Sicherheitsfahrzeug im Rennsport unterstreicht.









