Die Balearen-Regierung hat ein Pilotprojekt gestartet, das auf der stark frequentierten Buslinie 203 zwischen Port de Sóller, Deià, Valldemossa und Palma eine Reservierungspflicht einführt. Die Maßnahme tritt am 1. Juli in Kraft und läuft zunächst täglich auf Versuchsbasis. Regierungspräsidentin Margalida Prohens erklärte, damit solle ein fairer Zugang zum öffentlichen Nahverkehr für Einwohner gewährleistet werden – besonders auf Strecken mit hohem Fahrgastaufkommen.
Zusätzlich stellt die Regierung 150 Millionen Euro für den Ausbau des regionalen Busnetzes TIB bereit. Das Paket umfasst 27 neue Busse und eine höhere Taktfrequenz. In den Sommermonaten werden stark belastete Routen wie Magaluf–Palma und Puerto Sóller–Palma durch zusätzliche Fahrzeuge verstärkt, um Wartezeiten zu reduzieren.
Mobilitätskonzept für Calvià und weitere Neuerungen
Im Zuge der Initiative wird auch ein neues Mobilitätskonzept für das Gewerbegebiet in Calvià vorgestellt. Geplant sind unter anderem Shuttle-Busse für Beschäftigte vor Ort. Die Maßnahmen sind Teil des laufenden Pakts für Nachhaltigkeit, der auch Projekte zur Barrierefreiheit und zur Steigerung der Energieeffizienz in touristischen Betrieben umfasst.
Besonderes Augenmerk legt die Regierung auf die Wohnraumfrage, die als vorrangige Herausforderung für die Region gilt. Derzeit wird ein strategischer Wohnungsbauplan erarbeitet, um das Angebot an öffentlichem Wohnraum zu erhöhen. Über zusätzliche Mittel für Wohnraumförderung soll in kommenden Sitzungen beraten werden.










