Immer mehr Urlauber auf Mallorca reduzieren ihre Ausgaben während des Aufenthalts gezielt. Laut den neuesten Zahlen aus dem Juni betrug die durchschnittliche tägliche Ausgabe eines Touristen 219,55 Euro – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 150,60 Euro im Jahr 2019, vor der Pandemie. Diese Erhöhung geht auf gestiegene Kosten für Transport und Unterkunft zurück, wie Experten des balearischen Statistikamts Ibestat und des Reisebüroverbands Aviba feststellen.
Supermärkte statt Restaurants: Verändertes Konsumverhalten auf Mallorca
Ein bemerkbarer Trend zeigt, dass Touristen vermehrt in Supermärkten einkaufen, um ihre Ausgaben für Restaurants zu senken. Der Präsident von Aviba betont, dass dieser Trend nicht das All-inclusive-Angebot betrifft, welches weiterhin beliebt bleibt und nicht mehr als Bedrohung für die lokale Wirtschaft angesehen werden sollte.
Die traditionelle Sichtweise auf All-inclusive-Angebote als kostengünstige Drei-Sterne-Varianten sei heute überholt, erklärt Fiol. Heutzutage fehlen den Touristen nach der Buchung oft die Mittel, um zusätzlich in lokale Gastronomie oder Freizeitangebote zu investieren.
Herausforderungen für Mallorcas Tourismus
Das Hauptproblem besteht darin, ob Touristen nach der Bezahlung hoher Transport- und Unterkunftskosten noch genügend Budget für die Erkundung Mallorcas haben. Diese Situation stellt eine erhebliche Herausforderung für den Tourismus auf den Balearen dar, da die Zahl der Touristen zunimmt, die ihre Restaurantbesuche einschränken und stattdessen selbst kochen.









