Konservative Parteien verweigern Schweigeminute für verstorbene Maricarmen
Die konservativen Parteien PP und Vox haben am Dienstag im Balearen-Parlament eine Schweigeminute für Maricarmen abgelehnt. Die 87-Jährige war infolge von Wohnungsnot in Madrid verstorben. Der sozialistische PSIB hatte den Antrag vor Beginn der Plenarsitzung gestellt. Parlamentspräsident Gabriel Le Senne wies das Anliegen mit Verweis auf fehlenden Konsens zurück.
Iago Negueruela von den Sozialisten hob hervor, dass Maricarmen seit ihrem Tod bereits in mehreren Regionen gewürdigt worden sei. Vox wertete die Forderung als „absurde Inszenierung der Linken“. Die PP verwies auf die Uneinigkeit im Parlament. PP-Sprecher Sebastià Sagreras nutzte die Debatte, um die Zwangsräumungspolitik der spanischen Zentralregierung zu kritisieren, und sprach der Familie der Verstorbenen sein Beileid aus.
Sozialisten halten eigene Schweigeminute ab
Die sozialistischen Abgeordneten gaben sich mit der Ablehnung nicht zufrieden. Während der Redezeit ihrer Kollegin Carol Marqués legten sie eine Schweigeminute ein. Abgeordnete von Més per Mallorca, Més per Menorca und Podemos schlossen sich der Geste an. Die Fraktionen von PP und Vox blieben schweigend auf ihren Plätzen sitzen.









