Polizeibeamte haben am Mittwoch eine Razzia gegen eine mutmaßliche Drogenbande in Palma de Mallorca durchgeführt. Die Aktion fand in zwei Wohnungen in der Straße Regal im Viertel Son Gotleu statt, wo die Verdächtigen Drogen verkauft haben sollen. Die Polizei nahm sechs Verdächtige fest und beschlagnahmte ein halbes Kilo Kokain, über 70 Gramm Heroin, mehr als 250 Gramm Marihuana sowie 13.000 Dollar in bar.
Die Beamten hatten die Aktivitäten einer nigerianischen Bande monatelang überwacht. Diese verkaufte die Drogen hauptsächlich von einem lokalen Stützpunkt aus und vertrieb sie über „Telecoca“ – die Substanzen wurden mit Elektrorädern direkt an Abnehmer ausgeliefert. Die Polizei stieß zudem auf ein umgebautes Lokal, das als Lager diente, aber nicht als Verkaufsort genutzt wurde.
Razzia in Son Gotleu: Beweismittelvernichtung vereitelt
Die Operation gelang durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Polizeieinheiten, darunter die Einheit zur Prävention und Reaktion sowie die Hundestaffeln. Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten neben den Drogen auch Präzisionswaagen und Verpackungsmaterialien. Die Verdächtigen versuchten vergeblich, Beweismittel im Abfluss zu entsorgen – die Polizisten vereitelten diese Versuche.
Die Polizei meldete die Umwandlung des Lokals in fünf behelfsmäßige Unterkünfte (Infraviviendas) an die Stadtverwaltung von Palma, um eine mögliche städtebauliche Verletzung zu untersuchen. Trotz der Sicherheitsvorkehrungen vor Ort, darunter Überwachungskameras, konnte die Polizei die illegalen Machenschaften der Bande aufdecken.










