Die Polizei in Palma hat eine Frau festgenommen, die Migrantinnen in prekären Verhältnissen zur Prostitution gezwungen haben soll. Die Ermittler stellten fest, dass die Beschuldigte Frauen in schwierigen wirtschaftlichen Situationen über Anzeigen ansprach und ihnen Jobs als Masseurinnen anbot.
Nach der ersten Kontaktaufnahme stellte sich heraus, dass es sich bei den angebotenen Massagen um sogenannte „Massagen mit Stimulation“ handelte – ein Euphemismus für sexuelle Dienste. Den Frauen blieb die Wahl, ob sie ihre finanzielle Situation durch sexuelle Dienstleistungen verbessern wollten; andernfalls erhielten sie deutlich weniger Bezahlung. Die Verdächtige behielt 40 Prozent des verdienten Geldes ein.
Kontrolle über Körper und Schulden
Die Beschuldigte setzte die Frauen zusätzlich unter Druck, indem sie regelmäßig deren Körpergewicht kontrollierte und sie zur Gewichtsabnahme drängte. In einigen Fällen bot sie an, Schönheitsoperationen zu finanzieren – das Geld sollte später mit Zinsen zurückgezahlt werden.
Die Ermittlungen führte die Abteilung zur Bekämpfung von Menschenhandel und Fälschungen der Polizei in Palma. Der Fall zeigt die erschreckende Realität vieler Frauen, die sich in aussichtslosen Lagen befinden und keinen anderen Weg sehen, ihre Familien im Ausland zu unterstützen.









