Am Flughafen von Palma auf Mallorca steht eine umfassende Modernisierung bevor. Die spanische Flughafen-Betreibergesellschaft Aena hat massive Investitionen angekündigt: Bis 2026 sollen insgesamt 970 Millionen Euro in die Infrastruktur fließen – unter anderem in neue Sicherheitskontrollen und Fluggastbrücken.
Gleichzeitig wird mit steigenden Passagierzahlen gerechnet. Die Kapazität des Flughafens soll von 33,8 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr auf rund 35,7 Millionen im Jahr 2031 wachsen. Diese Entwicklung stößt jedoch auf erheblichen Widerstand.
Bürgerbewegung plant Demonstration gegen Ausbau
Am 20. September ruft die Bürgerbewegung „Plataforma contra la Ampliación del Aeropuerto“ zu einer Demonstration gegen die geplante Erweiterung auf. Die Aktivisten wenden sich gegen das Wachstum im Flugverkehr und fordern ein Nachtflugverbot sowie weniger Privatjets auf der Insel.
Unterstützt wird der Protest von 13 Organisationen, darunter Fridays For Future Mallorca und Greenpeace Illes Balears. Die Kundgebung ist vor dem Sitz der spanischen Zentralregierung in Palma geplant.
Politischer Streit um Flughafenausbau
Die geplanten Investitionen sind politisch umstritten. Aena erwirtschaftet bereits erhebliche Einnahmen aus dem Flughafenbetrieb, sieht sich aber dem Vorwurf ausgesetzt, gegen die Interessen der lokalen Bevölkerung zu handeln. Auch die balearische sozialistische Partei PSIB hat ihre kritische Haltung zu den Ausbauplänen geäußert.
Die Kritiker argumentieren, dass der weitere Ausbau den Massentourismus auf den Balearen fördert – ohne Rücksicht auf Umweltauswirkungen oder die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung.









