Guillem Ginard hat die Leitung des Tourismusministeriums im Consell de Mallorca übernommen. Am Mittwoch wurde er offiziell in sein neues Amt eingeführt. Sein Vorgänger Marcial Rodríguez hatte am Dienstag seinen Rücktritt erklärt, um in die Privatwirtschaft zurückzukehren. Rodríguez leitete das Tourismusministerium seit 2023 und setzte sich insbesondere für die Modernisierung der Behörde ein. Dazu gehörte eine deutliche Budgetaufstockung für 2026 auf 32,4 Millionen Euro und die Einstellung von 23 neuen Mitarbeitern, die insbesondere gegen illegale Angebote vorgehen sollen.
Dialog und Konsens als Leitprinzipien
Ginard, der bisher die Kulturabteilung leitete, setzt auf Dialog und Konsens. Bei seiner Amtseinführung betonte er die Bedeutung des Tourismus als wirtschaftlichen Motor der Insel. Er hob hervor, dass die Verbindung von Kultur und Tourismus ein zukunftsweisender Weg sei, um die Lebensqualität der Einheimischen mit dem touristischen Wachstum in Einklang zu bringen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit wird die Neuregulierung der touristischen Mietangebote sein – ein Bereich, dessen Verfahren kürzlich gestoppt wurde.
Ginard will in den kommenden Monaten eine Lösung erarbeiten, die sowohl juristische Sicherheit als auch technische Machbarkeit bietet. Dazu plant er eine enge Zusammenarbeit mit der Branchenvereinigung Habtur. Sein Vorgänger Rodríguez hinterlässt ihm eine gut strukturierte Abteilung mit deutlich gestärkten personellen und finanziellen Ressourcen.
Qualität vor Quantität
Guillem Ginard, der bereits verschiedene leitende Positionen innerhalb des Consell de Mallorca innehatte, spricht sich für eine Stärkung der kulturellen Angebote im touristischen Sektor aus. Dies solle helfen, Qualität über Quantität zu stellen. Der neue Minister kündigte an, sich mit allen relevanten Akteuren im Tourismusbereich zu treffen, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Präsident Llorenç Galmés bedankte sich bei Ginard für seinen Mut und seine Bereitschaft, die Herausforderungen im Tourismus auf Mallorca anzugehen. Beide betonten die Wichtigkeit des Kampfes gegen illegale Angebote als unlauteren Wettbewerb. Ginard war von 2007 bis 2010 Bürgermeister von Campos und engagierte sich bis 2015 im lokalen politischen Bereich.










