Auf Mallorca sorgt die steigende Zahl von Touristen bereits in der Nebensaison für überfüllte Busse. Besonders betroffen ist die Linie 204, die von Palma nach Sóller fährt und zu den am stärksten frequentierten Verbindungen der Insel zählt. Mitte Februar berichten Anwohner und Fahrgäste von chaotischen Szenen an den Haltestellen, die an die Hochsaison erinnern. Die Haltestelle im Zentrum von Sóller rund um die Plaça de la Constitució war zuletzt nahezu überfüllt. Verantwortlich für die wachsende Auslastung sind die immer früher beginnende Tourismussaison sowie außergewöhnlich milde Temperaturen.
Zusätzlich sorgt die Preisstruktur des berühmten „Roten Blitz“ für Diskussionen. Der historische Tren de Sóller behält seine Fahrpreise unabhängig von der Saison bei und bleibt somit sowohl im Sommer als auch im Winter unverändert teuer. Eine Rundreise zwischen Palma und Sóller kostet 30 Euro. Lokale Bewohner profitieren nur, wenn sie im Besitz einer speziellen Residentenkarte sind.
Verkehrsprobleme auf Mallorca: Geforderte Lösungen
Angesichts der Verkehrsproblematik fordert die Stadträtin von Sóller, Laura Celià, eine Erhöhung der Busfrequenz von derzeit 30 auf 20 Minuten, um den Tagesverkehr zu entlasten. Auch die Einführung einer neuen Umweltzone Ende Februar soll dazu beitragen, den Verkehrsdruck im Stadtgebiet von Sóller zu verringern.
Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, sowohl die Lebensqualität der Anwohner zu erhöhen als auch die Attraktivität für Touristen zu bewahren. Beobachter hoffen auf baldige Verbesserungen, um weitere Verkehrsengpässe zu vermeiden und die Infrastruktur den wechselnden Bedürfnissen anzupassen.










