Mallorca hat eine strenge Gesetzesänderung eingeführt, um illegale Ferienvermietungen zu unterbinden. Ab sofort drohen Eigentümern, die ihre Unterkünfte ohne gültige Lizenz an Touristen vermieten, tägliche Zwangsgelder zwischen 500 und 5.000 Euro. Die Maßnahme soll das illegale Vermietungsgeschäft sofort stoppen. Bereits auf Ibiza wurde ein ähnliches Vorgehen erfolgreich umgesetzt, bei dem die Behörden illegal genutzte Immobilien versiegelten.
Tourismusminister Jaume Bauzá erklärte, dass die unrechtmäßigen Vermietungen zur Überfüllung der Inseln und zur Verschärfung der Wohnraumkrise beitrügen. Dies erfordere konsequentes Eingreifen. Falls Eigentümer trotz wiederholter Aufforderungen nicht einlenken, werden die Fälle an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Auch die Hotelbranche wird gestärkt: Sie kann die sofortige Entfernung unberechtigter Personen von ihrem Grundstück verlangen.
Drastisch erhöhte Bußgelder und strengere Kontrollen
Die Inselregierung erhöht die Bußgeldobergrenze um 25 Prozent. Die Strafen reichen nun bis zu 5.000 Euro für leichte und bis zu 500.000 Euro für besonders schwere Verstöße. Zudem müssen Buchungsplattformen wie Airbnb und Booking die Registrierungsnummern der Unterkünfte veröffentlichen, um gegen illegale Inserate vorzugehen.
Um die Durchsetzung der neuen Regelungen zu erleichtern, erhalten die Inselverwaltungen erstmals Mittel aus der Tourismussteuer für zusätzliche Inspektoren. Ein neues Einsatzprotokoll, das auf den Erfahrungen Ibizas basiert, ermöglicht der Polizei, bei Einsätzen erlangte Informationen direkt an die Inspektoren weiterzugeben. Dieses System wird auf alle Baleareninseln ausgeweitet.









