Der Govern der Balearen und die Stadt Palma haben ein strategisches Abkommen mit führenden Kreuzfahrtgesellschaften unterzeichnet, das bis 2031 gültig sein soll. Dieses neue Memorandum of Understanding (MOU) zielt darauf ab, den Massentourismus zu regulieren und die Auswirkungen auf die Stadt zu verringern. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört eine tägliche Begrenzung auf drei Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Palma – eine Maßnahme, die den Touristenstrom besser lenken soll.
Die Vereinbarung, die am Freitag von der Präsidentin des Govern, Marga Prohens, und dem Bürgermeister von Palma, Jaime Martínez, unterzeichnet wurde, setzt auf Nachhaltigkeit. Das Memorandum sieht vor, dass in der Hochsaison zwischen 2027 und 2029 die tägliche Ankunft von Kreuzfahrtpassagieren auf 7.500 pro Woche reduziert wird, um die Stadt zu entlasten.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit als Priorität
Das Abkommen enthält auch wesentliche Umweltmaßnahmen. Sollten auf Mallorca Dürrezustände ausgerufen werden, wird die Versorgung der Schiffe mit Süßwasser eingestellt. Ferner werden Anlegestellen für emissionsfreie Schiffe oder Schiffe mit umweltfreundlichen Treibstoffen priorisiert. Zusätzlich verpflichten sich die Kreuzfahrtunternehmen, ihre Abfallproduktion zu überwachen und zu minimieren sowie die maritime Vielfalt, wie die Posidonia-Wiesen, zu schützen.
Ein zentrales Element des neuen Abkommens ist die Förderung der Desestationalisierung. Durch die Einführung flexiblerer Besuchszeiten soll der Tourismus auf andere Jahreszeiten verteilt werden, um die einheimische Bevölkerung zu entlasten und Touristen alternative Erlebnisse zu bieten. Dies erfordert eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Kreuzfahrtgesellschaften, um die touristischen Ströme besser zu steuern und den lokalen Handel sowie Kulturerlebnisse zu unterstützen.
Auswirkungen auf Palma und die Balearen
Der neue Rahmenvertrag stellt die nächste Phase in Palmas Entwicklung als nachhaltiges Touristenziel dar und setzt auf verantwortungsbewusstes Wachstum im Einklang mit regionalen Bedürfnissen. Eine gemeinsame Kommission wird eingerichtet, um laufend die Auswirkungen des Abkommens zu evaluieren und Anpassungen vorzunehmen. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die langfristige Lebensqualität der Einwohner sowie das Erlebnis der Besucher.
Der Bürgermeister bekräftigte, dass es um die Balance zwischen Fortschritt und Erhalt der Lebensqualität gehe. Der Präsident des CLIA betonte, dass das Memorandum die bisherigen Fortschritte festige und zur Förderung alternativer Reiseziele auf den Balearen beitrage.










