Die Regierung der Balearen hat die Haushaltsplanung für 2027 mit einer Verordnung des ersten Vizepräsidenten und Wirtschaftsministers Antoni Costa eingeleitet. Die Rahmenbedingungen wurden im offiziellen Bulletin der Balearen veröffentlicht und läuten einen Prozess ein, der die wirtschaftliche Transformationsstrategie der Region vorantreiben soll.
Der Haushaltsansatz für 2027 entsteht in einem wirtschaftlich günstigen Umfeld. Für das kommende Jahr rechnet die Regierung mit einem BIP-Wachstum von rund 2%. Ein zentrales Anliegen ist die Senkung der Steuerbelastung für mittlere und niedrige Einkommen, junge Menschen und Familien. Gleichzeitig sollen öffentliche Dienstleistungen verstärkt und die Sanierung der öffentlichen Finanzen fortgesetzt werden. In den vergangenen Jahren gelang es, die Schuldenquote auf 17,7% des BIP zu reduzieren – der niedrigste Wert seit 2010.
Öffentliche Investitionen als Motor der Modernisierung
Die geplanten Haushalte sollen öffentliche Investitionen als Triebkraft für Modernisierung und Transformation etablieren. Strategische Projekte sind in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Wohnen, Soziales, Mobilität, Wasserwirtschaft, Energieumstellung, Naturschutz, Forschung, Innovation und neue Technologien vorgesehen.
Die Regierung strebt einen strukturellen Wandel an: weg von einem volumenorientierten hin zu einem qualitativ hochwertigen, produktivitätsbasierten Wirtschaftsmodell. Der Pakt für nachhaltige wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung spielt dabei weiterhin eine zentrale Rolle. Zudem fordert die Regierung vom Staat eine gerechtere autonome Finanzverteilung, um die finanzielle Autonomie zu stärken und die Besonderheiten der Inselstruktur zu berücksichtigen.
Der neue Haushaltsprozess sieht außerdem Maßnahmen zur Förderung privater Initiative vor: durch Verwaltungserleichterungen, steuerliche Anreize und den Ausbau der Balearen als Innovations- und Forschungsstandort im Mittelmeerraum.










