Das Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma de Mallorca hat alle geplanten Operationen ausgesetzt. Grund ist die massive Überlastung der Notaufnahme. Die Gesundheitsbehörde IbSalut teilte mit, dass derzeit mindestens 75 Patienten auf eine stationäre Aufnahme warten – viele von ihnen ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen. Nur noch dringende oder onkologische Eingriffe werden durchgeführt.
Die Gewerkschaften UGT und USAE kritisieren die Zustände scharf. Sie berichten, dass Patienten teilweise mehr als 90 Stunden auf eine Behandlung warten müssen. Dies zeige, dass die bisherigen Maßnahmen wirkungslos geblieben seien. In allen Krankenhäusern auf Mallorca fehlen Betten. Patienten werden auf Transporttragen in Fluren untergebracht, weil die regulären Aufnahmekapazitäten erschöpft sind.
Krisenlage betrifft die ganze Insel
Die Situation hat sich auf weitere Krankenhäuser ausgeweitet. In Manacor sind von 14 verfügbaren Räumen 11 belegt, in der Beobachtungsstation 9 von 12 Betten. Auch in Son Llàtzer müssen mehrere Patienten in Wartebereichen versorgt werden. Die hohe Auslastung der Intensivstationen und der akute Bettenmangel verschärfen den Druck auf das medizinische Personal.
Die Gewerkschaften fordern dringend langfristige Lösungen, um die überfüllten Krankenhäuser zu entlasten. Die bestehenden Notfallpläne reichten nicht aus, um die anhaltende Patientenflut zu bewältigen.










