Hantavirus-Gefahr durch hygienische Missstände
Die Stadt Palma hat wegen gefährlicher hygienischer Zustände in einem besetzten Gebäudekomplex Alarm geschlagen. Ein Bericht der Stadtverwaltung warnt vor der Ausbreitung von Krankheiten wie Hantavirus, Leptospirose und Salmonellose durch eine hohe Nagetierpopulation. Besonders besorgniserregend ist die Gefahr, dass diese Erreger nicht nur die Bewohner, sondern auch die Allgemeinbevölkerung treffen könnten. Die hygienischen Bedingungen – fehlende Abwasserentsorgung und massive Müllanhäufungen – veranlassten die Stadt, den Besetzern ein fünftägiges Ultimatum zur freiwilligen Räumung zu stellen. Andernfalls werde man rechtliche Schritte einleiten, kündigte ein Stadtvertreter an.
Die Bewohner, von denen viele an unbehandelten psychischen Erkrankungen und Suchtproblemen leiden, erhielten alternative Hilfeangebote. Die meisten erfüllten jedoch die erforderlichen Voraussetzungen nicht oder lehnten die Unterstützung ab. Unter den Betroffenen befindet sich kein Minderjähriger, lediglich vier Personen erhalten derzeit soziale Betreuung.
Keine Hantavirus-Fälle auf Mallorca registriert
Experten gehen nicht von einer pandemischen Ausbreitung wie bei Covid-19 aus. Das Virus sei deutlich schwerer übertragbar und erfordere intensiven physischen Kontakt. Auf Mallorca existieren nach aktuellem Stand keine natürlichen Infektionsquellen, registrierte Fälle liegen nicht vor. Der Tourismus auf den Balearen bleibt von der Thematik derzeit unbeeinflusst.










