Ein Skandal erschüttert Palma de Mallorca: Der Fall des „Badezimmers des Schreckens“ in einer Bar hat zu Entrüstung geführt, nachdem bekannt wurde, dass ein Mann über sechs Jahre hinweg heimlich mehr als 400 Frauen in der Toilette gefilmt hat. Ein 45-jähriger Spanier wurde von der Audiencia Provincial zu einer verschärften Haftstrafe von vier Jahren verurteilt, nachdem die bisherigen mildernden Umstände vom Gericht als unzureichend bewertet wurden.
Heimliche Kamera in Wasserflasche versteckt
Die Kamera war in einer Wasserflasche im Damen-WC der Bar verborgen, um intime Aufnahmen zu machen. Dies geschah zwischen 2016 und Juli 2022. Die Polizei konnte nur 26 der Betroffenen identifizieren, darunter vier Minderjährige. Der Täter speicherte die Aufnahmen akribisch in seinem Zuhause.
Nachdem der Fall publik wurde, steht der Verurteilte nun auch im Verdacht, Vermögenswerte versteckt zu haben, um Entschädigungszahlungen zu vermeiden. Dazu soll er seinen Anteil an der Bar zu einem symbolischen Preis von 500 Euro verkauft und eine geerbte Immobilie an seine Familie überschrieben haben.
Psychische Folgen für die Opfer
Ein Opfer sprach anonym über die psychischen Folgen der Tat und beschrieb Gefühle von Scham und Angst. Sie erfuhr erst nach der Verhaftung des Mannes von den Aufnahmen und zeigte sich entsetzt über die Beweismittel.
Der Skandal hat nicht nur gerichtliche Auswirkungen, sondern auch tiefe soziale Spuren hinterlassen. Mehrere Betroffene und ihre Anwälte fordern eine höhere Strafe und haben angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Das „Badezimmer des Schreckens“ bleibt ein erschreckendes Beispiel für die mögliche Verletzlichkeit in alltäglichen Situationen und hat in Palma eine Debatte über den Schutz der Privatsphäre entfacht.










