Der umstrittene Bus-VAO auf der Autobahn Ma-19 Richtung Palma hat die Unfallrate erheblich erhöht. Ein technischer Bericht des Consell de Mallorca zeigt, dass sich die Zahl der Unfälle verdoppelt hat, während der Bus-VAO in Betrieb war. Dieser spezielle Fahrstreifen, der nur von Bussen und hoch besetzten Fahrzeugen genutzt werden darf, war von November 2022 bis Oktober 2024 aktiv.
Der Bericht, der auch Teil eines laufenden Gerichtsverfahrens ist, analysiert die Situation auf der Autobahn anhand von Bildern der Verkehrskameras. Er vergleicht acht Quartale ohne Bus-VAO mit acht Quartalen mit Bus-VAO. Während des Betriebs stieg die durchschnittliche Anzahl der Unfälle von 7,1 auf 15,1 pro Quartal. Besonders betroffen war der Verkehr in Richtung Palma, wo vier von fünf tödlichen Unfällen während der Bus-VAO-Zeit geschahen.
Mittlerer Fahrstreifen stark überlastet
Zusätzlich zur erhöhten Unfallrate beeinträchtigte der Bus-VAO den Verkehrsfluss erheblich. Der mittlere Fahrstreifen war besonders betroffen und absorbierte während der Stoßzeiten bis zu 47 Prozent des Verkehrs. Nach der Abschaffung des Bus-VAO im November 2024 normalisierte sich die Verkehrslage wieder. Die Fahrzeuge verteilen sich nun gleichmäßiger über alle Fahrstreifen.
Gegenwärtig ist der Bus-VAO aufgrund laufender Bauarbeiten außer Betrieb. Der gesamte Verkehrsfluss bleibt dennoch ein kritisches Thema für die künftige Planung der Verkehrsinfrastruktur auf Mallorca.










