In Palma de Mallorca ist ein Gastronom festgenommen worden, nachdem die Polizei in seinen Restaurants unrechtmäßige Arbeitsbedingungen und die Beschäftigung von Arbeitern ohne Papiere festgestellt hat. Die Ermittlungen ergaben, dass Mitarbeiter, überwiegend pakistanischer Herkunft, täglich zwölf Stunden arbeiteten und nur einen freien Tag pro Woche hatten – ohne Urlaubsanspruch. Sie erhielten lediglich 1000 Euro im Monat. Diese Bedingungen nahmen sie an, um ihre Familien im Herkunftsland zu unterstützen. Die Polizei deckte wiederholte Verstöße in mehreren Etablissements desselben Unternehmers auf.
Bereits im vergangenen Sommer war der Gastronom mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro belegt worden, nachdem ein in seinem Restaurant arbeitender Migrant in einer ähnlichen, irregulären Situation entdeckt wurde. Das jüngste Vorgehen gegen den Unternehmer zeigt die Schattenseiten bestimmter Gastronomiebetriebe, die nicht nur Arbeitsgesetze missachten, sondern möglicherweise auch zur Verschleierung krimineller Aktivitäten genutzt werden. Befragungen ergaben, dass hinter manchen dieser Betriebe weitreichende, komplizierte Geschäftsstrukturen stecken könnten.









