Streit um Marienfigur überschattet Karwoche in Palma
Wenige Stunden vor der Prozession des Crist de la Sang eskalierte in Palma ein Streit um die Teilnahme der Mariendarstellung „La Piedad“. Der Bischof von Mallorca und die Asociación de Cofradías der Stadt schlossen die Figur letztlich von der Veranstaltung aus.
Als offizieller Grund werden fehlende Genehmigungen bei der jüngsten Restaurierung der Darstellung genannt. Die betroffene Cofradía de Penitentes de Santo Tomás de Aquino widerspricht dieser Darstellung vehement und sieht die wahren Motive der Ablehnung vor allem in ästhetischen Bedenken. Die Bruderschaft kritisiert, dass die restaurierte Heiligenfigur als zu „sevillanisch“ abgelehnt wurde und angeblich nicht mit der lokalen Tradition vereinbar sei.
Patrimonium-Sekretariat verweigert Zustimmung
Bernat Riera, Präsident der Asociación, erklärte, die Kunstwerke müssten den geltenden Vorschriften entsprechen. Die erforderliche Zustimmung des Patrimonium-Sekretariats liege nicht vor. Daraufhin entschied die Cofradía, ohne „La Piedad“, aber mit ihrem Banner an der Prozession teilzunehmen.
Bereits vor zehn Jahren wurde die Statue mit erheblichem finanziellen Aufwand restauriert. Da die damaligen Bedingungen weitere Maßnahmen nicht erlaubten, beauftragte die Bruderschaft den Bildhauer José Valenciano mit der Anfertigung einer neuen Statue.
Cofradía kritisiert kirchliche Entscheidung scharf
Die Handhabung durch die Kirche stößt bei der Cofradía auf großes Unverständnis. Die Bruderschaft hatte bereits erhebliche persönliche und finanzielle Mittel in die Vorbereitung investiert und steht nun vor einer ungewissen Zukunft bei der Planung künftiger Prozessionen.
Das Verhalten der kirchlichen Institutionen sorgte für deutliche Kritik und schürte Unmut über die Zusammenarbeit zwischen den Cofradías und den lokalen kirchlichen Stellen.










