Die Regierung der Balearen hat den Verkauf von Energy-Drinks an Minderjährige verboten. Die Regelung tritt nach Veröffentlichung im offiziellen Bulletin der Balearen (BOIB) in Kraft. Energy-Drinks werden damit rechtlich wie Alkohol und Tabak behandelt, um die Gesundheit junger Menschen besser zu schützen.
Hoher Koffeingehalt und gesundheitliche Risiken
Als Energy-Drinks gelten nichtalkoholische Getränke mit mindestens 15 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter. Sie enthalten häufig Zucker sowie anregende Substanzen wie Taurin, Guarana und Glucuronolacton. Der Konsum unter jungen Menschen hat deutlich zugenommen. Laut der Umfrage ESTUDES 2023 haben 47,7 Prozent der Schüler zwischen 14 und 18 Jahren Energy-Drinks konsumiert. 19,5 Prozent mischten diese mit Alkohol – eine Kombination, die zusätzliche Gesundheitsgefahren birgt.
Empfindliche Geldstrafen bei Verstößen
Minderjährige sollen vor Gesundheitsrisiken wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes und erhöhtem kardiovaskulärem Risiko bewahrt werden. Verstöße gegen das Verkaufsverbot gelten als schwere Delikte. Die Geldstrafen liegen zwischen 6.001 und 60.000 Euro. Der Einzelhandel muss Verfahren zur Alterskontrolle einführen, um die neuen Vorschriften umzusetzen.

