Auf Mallorca hat der Anstieg des Selfie-Tourismus zu erheblichen Verkehrsproblemen geführt. Nach Angaben der Gemeinde Escorca steuern täglich zwischen 700 und 800 Privatfahrzeuge die beliebten Buchten Sa Calobra und Cala Tuent an. Dabei stehen in Sa Calobra nur etwas mehr als 300 Parkplätze zur Verfügung. Obwohl diese im Laufe des Tages frei werden, reicht die Kapazität nicht aus, um den Andrang zu bewältigen.
Reisebusfahrer berichten von chaotischen Zuständen auf der Anfahrt zur Bucht. Viele Mietwagennutzer ignorieren die Warnschilder und fahren trotz voller Parkplätze weiter die Straße hinunter. Der Verband ACTUA Baleares und Bürgermeister Antoni Solivellas fordern dringend Maßnahmen von der spanischen Verkehrsbehörde DGT. Die Gemeinde hat bereits Warnschilder und einen Umleitungsdienst nach Cala Tuent eingerichtet, wo weitere 100 Parkplätze zur Verfügung stehen. Doch angesichts des ungebrochenen Andrangs bleibt die Situation angespannt.
Kurze Fotostopps verursachen Verkehrschaos
Solivellas nennt den sogenannten Selfie-Tourismus als Hauptgrund für das Verkehrschaos. Viele Besucher kommen nur für einen kurzen Fotostopp, um die Panorama-Aussicht festzuhalten, und kehren dann um. Dies belastet besonders die Reisebusse, die sich an die geltenden Verkehrsregeln halten müssen. Der Bürgermeister appelliert an die spanische Verkehrsbehörde, die Lage zu verbessern, damit sowohl der Tourismus als auch der Verkehr unter sicheren Bedingungen fortgeführt werden können.
