Ab Freitag gelten in Deya, einem beliebten Ferienort auf Mallorca, Wasserrestriktionen. Betroffen sind unter anderem das Hotel La Residencia und weitere Bereiche der Gemeinde. An Montagen, Mittwochs und Freitagen wird die Wasserversorgung eingeschränkt. Die Maßnahmen bleiben so lange in Kraft, bis wieder ausreichend Wasser zur Verfügung steht, um den normalen Betrieb zu gewährleisten.
Besonders während der Hochsaison erreicht der Wasserverbrauch alarmierende Werte. Ein Tourist in einem Luxushotel verbraucht täglich zwischen 700 und 1.000 Liter Wasser – ein Vielfaches des nationalen Durchschnitts von 128 Litern pro Haushalt. Ähnlich hohe Verbräuche werden auch in Palma, Granada und auf Teneriffa registriert.
Fehlmanagement verschärft Wasserknappheit auf Mallorca
Maribel Cerezo, Direktorin des Masterstudiengangs für Umwelttechnik an der Internationalen Universität von Valencia, macht Misswirtschaft und fehlende Infrastruktur für die aktuelle Lage verantwortlich. Sie kritisiert, dass Verwaltungen auf wetterbedingte Improvisationen setzen statt auf nachhaltiges Wassermanagement.
Cerezo weist die Schuld nicht direkt Hotels oder Golfplätzen zu, sondern betont die Politisierung der Wasserressourcen. Notmaßnahmen wie der Einsatz von Wassertankwagen verschöben die Kosten lediglich in die Zukunft. Dies belaste die Grundwasservorräte erheblich – ähnlich der Situation in der Provinz Alicante, wo Übernutzung zu Salzwassereindringen führt. Auch die Beschränkungen beim Tajo-Segura-Wassertransfer belasten die lokalen Bauern zusätzlich.









