Der kleine Ort Estellencs auf Mallorca steht vor großen Herausforderungen bei der Entwicklung seines ersten Generalplans seit mehr als zwei Jahrzehnten. Der Plan sieht 91 neue Parkplätze und Platz für den Bau von zwölf Sozialwohnungen vor. Hauptziel ist es, den Verkehr aus dem Ortskern zu verlagern und die Lebensqualität der Einwohner zu verbessern. Außerdem umfasst das Vorhaben die Verlagerung der Kläranlage und den Bau eines neuen Wasserreservoirs. Diese Maßnahmen sollen die Infrastruktur des Orts wesentlich verbessern.
Abstimmung scheitert wegen Interessenkonflikt
Der Bürgermeister Bernat Isern und sein Stellvertreter fehlten bei einer entscheidenden Abstimmung zur Annahme des Plans, da sie in einen möglichen Interessenkonflikt verwickelt sind. Grundstücke, die durch den Plan von ländlichen in städtische Zonen umgewandelt werden sollen, befinden sich in ihrem Besitz oder dem ihrer Angehörigen. Aus diesem Grund konnte die erforderliche Mehrheit nicht erreicht werden. Ein weiterer Versuch zur Abstimmung ist für den kommenden Dienstag geplant.
Opposition kritisiert Ausrichtung auf Investoren
Die Opposition kritisiert den Plan scharf und behauptet, er sei mehr auf Investoren zugeschnitten als auf den Bedarf der örtlichen Bevölkerung. Außerdem fehle eine klare Planung für den Wohnungsbau und für öffentliche Einrichtungen. Kritiker warnen, dass die Ausweisung zusätzlicher urbaner Flächen den Status der Serra de Tramuntana als UNESCO-Weltkulturerbe gefährden könnte.
Die Gemeinde hält dem entgegen, dass der Plan den Weg für eine nachhaltige Entwicklung frei machen würde. Trotz des Streits beteuern die Unterstützer, dass der Entwurf umweltverträglichen Richtlinien folgt und notwendige Anpassungen an fehlenden kommunalen Infrastrukturen vornimmt.










