Die Guardia Civil hat am Mittwoch in Santa Maria auf Mallorca zwei Aktivistinnen der Plattform Menys Turisme, Més Vida festgenommen. Sie stehen im Verdacht, Angriffe auf fünf Immobilienunternehmen verübt zu haben. Laut Ermittlungen sollen die Frauen Schaufenster eingeschlagen, Fassaden besprüht und Überwachungskameras zerstört haben. Eines der betroffenen Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Vor den Festnahmen hatte die Aktivistengruppe mit einem umstrittenen kale borroka-Handbuch Aufsehen erregt. Das Papier ruft zu gewaltsamen Aktionen gegen den Tourismussektor auf. Die Veröffentlichung löste breite Proteste in der balearischen Gesellschaft und Politik aus. Auch die Regierung reagierte besorgt und kündigte polizeiliche Maßnahmen bei Verstößen an.
Erste Verhaftungen nach Anti-Tourismus-Kampagne auf Mallorca
Bei Durchsuchungen der Wohnungen beschlagnahmten die Ermittler Computer, die nun ausgewertet werden. Es handelt sich um die ersten Festnahmen im Zusammenhang mit der Kampagne der Aktivistenplattform. Die Behörden schließen weitere Verhaftungen nicht aus.
Die beiden Frauen wurden zur Vernehmung auf die Polizeiwache in Palma gebracht, machten dort aber bisher keine Aussage. Die Vorfälle stehen in Verbindung mit einer für den 26. Juli geplanten Demonstration, die von den Behörden aufmerksam verfolgt wird.









