Am Montag musste der Vorsitzende des Schwurgerichts am Landgericht Palma den Angeklagten eines Mordverfahrens aus dem Saal entfernen. Vitor Aníbal Temporao Martins, ein Portugiese, wird beschuldigt, seine ehemalige Schwiegermutter im September 2024 in der Colònia de Sant Jordi zu Tode getreten zu haben. Während der Verhandlung störte er mehrfach den Ablauf.
Der Angeklagte kritisierte die Arbeit seines Pflichtverteidigers und verlangte einen Anwaltswechsel, obwohl dieser Antrag bereits zuvor abgelehnt worden war. Trotz wiederholter Ermahnungen des Richters, sich ruhig zu verhalten, stand Martins auf. Beamte hielten ihn fest und führten ihn aus dem Saal. Nach wenigen Minuten durfte er unter der Bedingung, sich ruhig zu verhalten, in den Gerichtssaal zurückkehren.
Staatsanwaltschaft fordert 20 Jahre Haft
Die Staatsanwaltschaft verlangt eine Haftstrafe von 20 Jahren für Martins. Zusätzlich soll er 150.000 Euro Entschädigung an die Angehörigen der 74-jährigen Verstorbenen zahlen. Nach Darstellung der Anklage überfiel Martins die gesundheitlich beeinträchtigte Frau in ihrem Haus. Die Tochter der Verstorbenen, die zugleich die Ex-Partnerin des Angeklagten ist, fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe.










