Im Fall der tragischen Ereignisse von Porto Cristo bleibt unklar, wo sich die Mutter des verstorbenen Säuglings derzeit aufhält. Sie sollte am Sonntag zur Urteilsverkündung vor der Audiencia Provincial erscheinen, blieb der entscheidenden Sitzung jedoch fern. Die Polizei sucht nach ihr, konnte sie bisher jedoch nicht auffinden. Laut Polizeiangaben ist sie nicht in einem Krankenhaus gemeldet und wurde weder an ihrem Wohnsitz noch an bekannten Aufenthaltsorten angetroffen.
Neugeborenes in Müllcontainer gefunden
Am 2. November 2023 ereignete sich ein aufsehenerregender Vorfall in Porto Cristo, einem Ortsteil von Manacor auf Mallorca. Ein neugeborenes Baby wurde in einem Müllcontainer abgelegt und wenig später im Krankenhaus von Llevant für tot erklärt. Die Staatsanwaltschaft fordert für die Mutter des verstorbenen Säuglings und ihre Familienangehörigen lebenslange Haftstrafen. Sie wirft ihnen vor, gewusst zu haben, dass das Baby noch lebte, als sie es in den Müll warfen.
Ermittlungen der Polizei dauern an
Die Ermittlungen dauern an. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, ob das Verschwinden der Mutter auf einen Fluchtversuch zurückzuführen ist oder gesundheitliche Probleme der Grund sind. Parallel laufen die Verfahren gegen die Familienangehörigen weiter, die der Beihilfe und Unterlassung beschuldigt werden. Der Fall hat in der Öffentlichkeit große Betroffenheit und Unverständnis ausgelöst.
Der Jury wurden 107 Fragen zur Beurteilung der Schuld der Angeklagten vorgelegt – der Mutter und der Onkel des Säuglings. Die Urteilsfindung konzentriert sich darauf herauszufinden, ob der Tod des Kindes vorsätzlich herbeigeführt wurde oder ob es sich um ein tragisches Versehen handelte. Die Staatsanwaltschaft führt den Tod des Säuglings auf schwere Kopfverletzungen und mangelnde medizinische Versorgung zurück.










