Polizei nimmt zwei Frauen wegen Sachbeschädigung fest
In Mallorca hat die Polizei zwei Frauen festgenommen, die der Anti-Tourismus-Bewegung ‚Menys Turisme, Més Vida‘ nahestehen. Ihnen wird vorgeworfen, am 31. Mai mehrere Immobilienbüros in Santa Maria mit Graffiti besprüht zu haben. Betroffen war unter anderem ein denkmalgeschütztes Gebäude.
Den Verdächtigen drohen Anklagen wegen Sachbeschädigung und eines Vergehens gegen das kulturelle Erbe. Die Behörden prüfen zudem, ob Anklage wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung erhoben wird. Parallel dazu ermitteln Nationalpolizei und Guardia Civil, ob die Festgenommenen an der Verbreitung von Aufrufen zu Angriffen auf touristische Einrichtungen beteiligt waren.
Bewegung spricht von Einschüchterungsversuch
Jaume Pujol, Sprecher von ‚Menys Turisme, Més Vida‘, wies die Vorwürfe als überzogen zurück. Er bezeichnete das Vorgehen der Polizei als unverhältnismäßig und Teil einer Kampagne zur Kriminalisierung der Bewegung. Die Festnahmen dienten dazu, Teilnehmer einer für kommenden Mittwoch geplanten Demonstration in Palma einzuschüchtern, so Pujol. Er sieht dahinter eine konzertierte Aktion bestimmter politischer Kräfte und Medien, die den öffentlichen Diskurs gezielt beeinflussen wollen.
Die Ermittlungen dauern an. Die Guardia Civil ist eingebunden, da die Vorfälle in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.









