Die Conselleria de Turismo, Cultura y Deportes der Balearen hat ein Sanktionsverfahren gegen einen Zuschauer eingeleitet, der bei einem Jugendfußballspiel auf Mallorca gewaltsam gegen andere Anwesende vorging. Der Vorfall ereignete sich am 19. November 2024 auf einem Fußballplatz in Alcúdia nach einem Spiel der Liga Nacional Juvenil. Einer der Betroffenen erlitt schwere Zahnverletzungen, ein anderer kam mit diversen Schürfwunden davon.
Die Behörde stufte den Vorfall als sehr schwere Ordnungswidrigkeit gemäß dem Gesetz 2/2023 über körperliche Aktivität und Sport auf den Balearen ein. Das Gesetz sanktioniert gewaltsame Auseinandersetzungen oder Unruhen in Sportstätten, die zu schweren Personenschäden führen. Um die Sicherheit bei Sportveranstaltungen zu gewährleisten und weitere Zwischenfälle zu vermeiden, verhängte die Verwaltung als vorläufige Maßnahme ein sofortiges Zutrittsverbot zu allen Sporteinrichtungen für den mutmaßlichen Täter.
Hohe Geldstrafen bei Missachtung des Verbots
Das Verbot stellt eine schwerwiegende Maßnahme dar. Wer dagegen verstößt, muss mit zusätzlichen Geldstrafen von bis zu 5.000 Euro rechnen. Da die Geschehnisse möglicherweise strafrechtlich relevant sind, wurde das Verwaltungsverfahren ausgesetzt, bis eine gerichtliche Entscheidung vorliegt. Die Zutrittsverbote bleiben während dieser Zeit bestehen.
Der Balearen-Sportminister Jaume Bauzà betonte in einer Pressekonferenz die Nulltoleranz-Politik der Regierung gegenüber Gewalt auf Fußballplätzen. Die Sicherheit von Sportlern und Zuschauern habe oberste Priorität. Der Präsident der Fußball-Föderation der Balearen, Jordi Horrach, hob die Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Gewalt im Sport ausdrücklich hervor.










