Nach einem Graffiti-Angriff auf ihr neues Wellness-Studio „So Mallorca“ im Viertel Pere Garau in Palma hat sich Soraya Scheuring, die Eigentümerin des Studios, in einem emotionalen Video geäußert. Scheuring erklärte auf Instagram, dass sie verstehe, dass einige im Viertel Angst vor Veränderungen und dem Verlust der eigenen Identität haben. Sie machte klar, dass sie das Viertel nicht verändern, sondern sich respektvoll integrieren wolle.
„So Mallorca“ bietet auf 350 Quadratmetern Yoga, Pilates und Lagree-Training sowie ein Café an. Die Preise für Yogakurse liegen bei 220 Euro für zehn Stunden, während fünf Lagree-Stunden 165 Euro kosten. Trotz der Preiskritik betonte Scheuring, dass Nachbarn des Viertels 20 Prozent Rabatt erhalten. Ziel sei es, den Raum für alle zugänglich zu machen, nicht nur für ein exklusives Publikum.
Immobilienpreise steigen rasant in Pere Garau
Das Wellness-Studio liegt mitten in einem Viertel, das zunehmend von Gentrifizierung betroffen ist. Rund um den Carrer Nuredduna steigen die Immobilienpreise rasant; Wohnungen werden teils für mehr als eine Million Euro angeboten. Diese Entwicklung führt zu wachsender Besorgnis unter den Anwohnern, die befürchten, dass Projekte wie „So Mallorca“ den Verdrängungsprozess beschleunigen könnten.
In ihrem Video auf Katalanisch hob Scheuring ihre enge Verbindung zu Mallorca hervor, wo sie aufwuchs und zur Schule ging. Sie möchte keine falschen Eindrücke erwecken und sieht einen Teil der Verantwortung bei sich selbst. Die Diskussion über die Gentrifizierung in Pere Garau ist damit erneut entfacht – es geht sowohl um Chancen als auch um die Bedrohungen durch solche Entwicklungsprojekte.










