Die Balearen stehen vor zunehmenden Herausforderungen im Tourismus, insbesondere auf den beliebten Ferieninseln Mallorca und Ibiza. Eine aktuelle Studie der Marilles Foundation zeigt, dass die Wasserqualität an städtischen Stränden schlechter ausfällt als auf Menorca und Formentera. Auf Mallorca wurden in Albercuix (Pollença) und Cala Egos (Santanyí) sogar unzureichende Wasserqualitäten festgestellt. Insgesamt trat zwischen 2020 und 2025 in elf Gemeinden fäkale Kontamination auf, teilweise wurde vom Baden abgeraten.
Parallel zu diesen Umweltproblemen haben die balearischen Behörden Maßnahmen ergriffen, um den Ferienimmobilienmarkt strenger zu regulieren. Hintergrund sind steigende Mietpreise, die den lokalen Wohnungsmarkt belasten. Auf Mallorca und Ibiza sind die Angebote für kurzfristige Vermietungen erheblich zurückgegangen, während Städte wie Málaga und Almería einen Anstieg verzeichnen.
Strengere Regelungen und wachsende Umweltbelastung
Neue Kriterien verpflichten Vermieter, ihre Objekte zu registrieren, bevor sie auf Plattformen wie Airbnb gelistet werden können. Diese Regelung beeinflusst die Entwicklung maßgeblich. Gleichzeitig wächst die Zahl der Boote an unberührten Stränden, was zusätzliche ökologische Probleme mit sich bringt. Zwischen 2018 und 2023 stieg die durchschnittliche Bootsanzahl an diesen Stränden um 68 Prozent.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt Spanien eines der weltweit führenden Reiseziele. Die Hotelumsätze verzeichnen einen bemerkenswerten Anstieg, insbesondere auf Ibiza. Die Insel erzielte im vergangenen Jahr den höchsten Hotelumsatz pro Zimmer in Spanien.










