Wohnungskrise und Tourismus: Mallorca ringt um Lösungen
Während Franziska Hohmann am Freitag auf Mallorca aus ihrem Bestseller las, diskutierte die Inselregierung zeitgleich auf einer Konferenz über drängende Herausforderungen. Wohnungskrise, Migration und die Zukunft des Tourismus standen auf der Tagesordnung. Die angespannte Wohnungslage setzt die Regierung unter Marga Prohens zunehmend unter Druck. Neue Sozialbauprojekte sollen Abhilfe schaffen, doch bisher sind kaum Fortschritte erkennbar. Parallel dazu wird über die Einführung eines Mietpreisdeckels beraten.
Touristensteuer: Symbolpolitik oder wirksame Maßnahme?
Der Tourismus dominiert die politischen Debatten. Die Regierung kündigte an, die Touristensteuer aus Nachhaltigkeitsgründen zu erhöhen – eine Entscheidung, die politisch umstritten bleibt. Eine Erhöhung dürfte eher symbolischen Charakter haben, der tatsächliche Einfluss auf die Besucherzahlen wird als gering eingeschätzt.
Migration und illegale Vermietung als Dauerthemen
Das migrationsbedingte Bevölkerungswachstum beschäftigt die Inselregierung weiterhin. Sie fordert verstärkte europäische Unterstützung, um den steigenden Herausforderungen zu begegnen. Der Tourismusminister des Inselrats sieht sich zudem mit der Aufgabe konfrontiert, die illegale Vermietung wirksamer zu regulieren. Ein neues Landwirtschaftsgesetz könnte die Rentabilität landwirtschaftlicher Betriebe durch touristische Nutzung steigern – auch hier stehen konkrete Maßnahmen noch aus.
Wassermangel erfordert langfristige Strategien
Das Wassermanagement bleibt angesichts wachsender Dürreperioden ein kritisches Thema. Rationierungen und die kostspielige Wasserlieferung per Tankwagen sind derzeitige Notlösungen, die keine dauerhafte Perspektive bieten. Daneben bewirbt sich Palma um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2031, was umfangreiche Investitionen in den Kultursektor nach sich ziehen könnte.










