# Debatte über Migrantenrechte in den Balearen entzündet sich an Prohens‘ Kritik
Der Sprecher der sozialistischen Parlamentsfraktion, Iago Negueruela, hat Regionalpräsidentin Marga Prohens im Parlament für ihre Äußerungen zur Migration scharf kritisiert. Negueruela warf Prohens vor, einen ausgrenzenden Diskurs zu führen und Migranten, die bereits auf den Balearen leben und arbeiten, ihre Rechte vorzuenthalten. Diese Menschen seien ein integraler Bestandteil der balearischen Gesellschaft und trügen erheblich zur Wirtschaft des Archipels bei.
Prohens konterte mit dem Vorwurf, der PSOE handle widersprüchlich: Einerseits fordere die Partei mehr Regularisierungen, andererseits behaupte sie, es gebe nicht unbegrenzt Platz. In ihrer Antwort betonte die Regionalpräsidentin die Bedeutung der Eingliederung und würdigte die Bemühungen derjenigen, die sich an die Gesetze der Balearen halten.
Rechte und Realität der ausländischen Bevölkerung
Negueruela verwies auf die lateinamerikanische Gemeinde und deren Beitrag zur Gesellschaft der Balearen. Ein Großteil der ausländischen Bevölkerung aus Kolumbien, Venezuela, Argentinien und anderen Ländern arbeite und lebe rechtmäßig auf den Inseln.
Prohens kritisierte ihrerseits, die PSIB habe zu wenig gegen die Überlastung der Ausländerbehörden unternommen. Dies führe dazu, dass Menschen in die Illegalität abrutschen, sobald ihre Papiere ablaufen. Die Auseinandersetzung zeigt die Spannungen in der aktuellen Migrationspolitik und die Herausforderung, eine integrative und gerechte Lösung zu finden, die sowohl die Rechte der Migranten als auch die strukturellen Bedürfnisse der Region berücksichtigt.










