Der Consell Escolar de Mallorca hat einen Bericht abgelehnt, der die Einführung einheitlicher Schulzonen vorsieht. Die von der Conselleria d’Educació i Universitats initiierte Reform stößt auf breite Kritik. Familienverbände wie FAPA sowie die politischen Gruppen MÉS per Mallorca und der sozialistische Block warnen, dass die geplante Regelung die Schulwahlfreiheit einschränkt und die Chancengleichheit im Bildungssystem gefährdet. Sie sprechen sich für das bestehende System aus, da es die wohnortnahe Beschulung und den Zugang zu Schulen für Kinder aus benachteiligten Gebieten sichert.
Sozialisten sehen Chancengleichheit in Gefahr
Die sozialistische Partei auf Mallorca hat auf mehreren politischen Ebenen Initiativen gestartet, um die Umsetzung der Reform zu verhindern. Die Neuregelung wird von der regierenden Koalition aus Volkspartei (PP) und Vox unterstützt. Amanda Fernàndez von der sozialistischen Föderation sieht darin einen erheblichen Rückschritt bei der Chancengleichheit. Sie kritisiert, dass die Vorschläge privilegierte Familien begünstigen und die soziale Trennung im Bildungssystem verschärfen könnten. Zudem fehle es an belastbaren Impact-Studien und einem schlüssigen Konzept. Die Opposition betont, dass Bildung als Instrument sozialer Mobilität nicht aufs Spiel gesetzt werden dürfe.
Reform verstößt laut Kritikern gegen geltendes Recht
Die Sozialisten wollen das Thema in den kommenden Sitzungen des Consell, im Parlament und in den Gemeindeverwaltungen behandeln. Joan Ferrer, sozialistisches Mitglied des Consell Escolar, unterstreicht, dass die geplante Reform gegen mehrere Bildungs- und Mobilitätsgesetze verstoße. Die Forderung lautet, die aktuellen Regelungen beizubehalten, um eine gerechtere Verteilung von Bildungschancen zu sichern.










