Auf Mallorca haben Vertreter der Balearenregierung, der Europäischen Kommission und des Fischereisektors an technischen Konferenzen in Es Baluard teilgenommen. Die Veranstaltungen betonten die Bedeutung der Insularität und des Modells der gemeinsamen Fischereiverwaltung. Die Präsidentin der Balearenregierung, Margalida Prohens, und der europäische Kommissar für Fischerei und Ozeane, Costas Kadis, eröffneten die Tagung. Im Zentrum standen die Herausforderungen der Insellage und die Notwendigkeit eines neuen EU-Reglements, das diese berücksichtigt. Zudem wurde das balearische Modell der gemeinsamen Verwaltung hervorgehoben, bei dem Fischer aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Der balearische Landwirtschafts- und Fischereiminister Joan Simonet traf ebenfalls mit dem europäischen Kommissar für Fischerei zusammen, um die Herausforderungen der balearischen Fischerei zu erörtern. Er betonte, wie wichtig es sei, dass europäische Politiken den einzigartigen Anforderungen der Inselregionen gerecht werden. Dabei wurde die Anpassung der EU-Richtlinien an die Realität der Balearen diskutiert.
Gemeinsame Verwaltung stärkt balearische Fischer
Das Treffen unterstrich die Bedeutung der Insularität, die sich direkt auf Kosten, Zugang zu Dienstleistungen und Lieferabhängigkeiten auswirkt. Mehr als 70 Prozent der balearischen Fischereiflotte sind bereits in die gemeinsame Verwaltung eingebunden, bei der Fischer an Entscheidungen mitwirken, die ihre tägliche Arbeit beeinflussen.
Ein zentrales Thema war das Ziel, neue europäische Finanzierungsinstrumente zu schaffen, die insulare Herausforderungen berücksichtigen. Minister Simonet forderte die Einbeziehung dieser Kriterien in zukünftige Regelungen. Maria Isabel Artime betonte, wie wichtig es sei, die mediterrane Fischereiidentität zu bewahren und die gemeinsame Fischereipolitik zu vereinfachen.
Ein Höhepunkt der Agenda war ein Mittagessen am Fischereihafen von Palma, um die lokale Fischerei zu würdigen und die Verbindung zwischen Umwelt- und Wirtschaftsinteressen zu stärken.
Abschließend forderte Simonet die EU auf, die Insularität als strategisches Kriterium in ihren Fischereipolitiken zu verankern. Das Modell der gemeinsamen Verwaltung wurde als erfolgreiches Beispiel hervorgehoben, das auf der Kooperation zwischen Verwaltung, Fischern, Wissenschaft und sozialen Einrichtungen basiert.










