Der Inselrat von Mallorca hat dem Rathaus von Palma eine 31.000 Quadratmeter große Fläche am Vía de Cintura kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Fläche, der Parc de Ses Vies, soll Teil des zukünftigen Botanischen Gartens werden, der auch wissenschaftliche Einrichtungen beherbergen und die Flora aller mediterranen Klimazonen repräsentieren wird. Zurzeit leben dort mehrere Personen in provisorischen Unterkünften, weshalb das Rathaus einen Räumungsprozess einleiten muss. Bürgermeister Jaime Martínez betonte die Bedeutung der institutionellen Zusammenarbeit, um Projekte zu fördern, die nicht nur Palma, sondern der gesamten Insel zugutekommen. Der Botanische Garten soll Palma als mediterranen Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, Wissenschaft und Kultur positionieren.
Zugleich plant das Rathaus, den Llorenç Villalonga-Platz in einen städtischen Garten mit 35 Bäumen unterschiedlicher Art umzugestalten. Die Stadträtin für Infrastrukturen, Belén Soto, erklärte, dass das Projekt auf die Unterstützung und Vorschläge der Plattform zur Verteidigung der Bellasombra zurückgreift, um die Biodiversität zu erhöhen und gleichzeitig den historischen Wert der Fläche zu bewahren. Ein urbaner Wald sei dort technisch nicht möglich, aber man arbeite an einem urbanen Garten. Die Arbeiten sollen vor März abgeschlossen sein.
Botanischer Garten und grüne Stadtentwicklung
Im Parc de Ses Vies entsteht ein botanischer Garten, der als wissenschaftliches Zentrum sowie kulturelle Anlaufstelle dienen wird. Parallel werden Plätze in der Innenstadt modernisiert und begrünt. Die Cases des Retiro sollen zu einem Zentrum für mediterrane Kiefernwälder umgestaltet werden. Der umfassende Ansatz wird durch den Kauf von Son Quint und die Entwicklung eines zukünftigen Metropolenwaldes ergänzt. Ziel ist es, die Stadt mit der Serra de Tramuntana zu verbinden und ihre natürliche Widerstandsfähigkeit zu stärken.
Diskussion um Umgestaltung des Llorenç Villalonga-Platzes
Die Umgestaltung des Llorenç Villalonga-Platzes sorgt in der Innenstadt für Diskussionen. Das Projekt steht unter staatlicher Beobachtung und wird von der Forderung nach einer starken Baumschutzverordnung begleitet, um den öffentlichen Raum zu schützen und künftige Konflikte zu vermeiden. Pro Jahr sind zwei Pflanzphasen geplant. Die Vorschläge der Plattform sind entscheidend für den Einbezug weiterer Baumarten und eine behutsame Anpassung der Landschaft.










