Die Stadt Palma auf Mallorca plant eine neue Regelung, die die Teilnehmerzahl bei geführten Touren auf zwanzig Personen begrenzt. Derzeit sind bis zu siebzig Personen erlaubt, typischerweise nehmen rund fünfzig Teilnehmer an solchen Touren teil. Der Präsident der Aviba-Agenturvereinigung, Pedro Fiol, kritisiert diese Maßnahme als „disproportional und absurd“. Er warnt, dass die Beschränkung viele Touristen davon abhalten wird, die Stadt zu besuchen, da damit der operative Aufwand und die Kosten für die Touren stark steigen würden. Diese Mehrkosten würden auf die Touristen übertragen, was negative Folgen für ihre Ausgaben in der Stadt nach sich ziehen könnte.
Fiol hebt hervor, dass solche Touren oft nicht nur Palma, sondern auch andere Gemeinden umfassen. Durch die Begrenzung auf zwanzig Teilnehmer müssten mehr Reiseleiter engagiert und Gruppen aufgeteilt werden, was in anderen Gemeinden nicht der Fall wäre. Zudem gibt es bereits jetzt einen Mangel an qualifizierten Reiseleitern, da seit 16 Jahren keine Neueinstellungen vorgenommen wurden. Obwohl der Rat von Mallorca für das Jahr 2025 neue Reiseleiter plant, sehen die Reiseagenturen die neue Regelung als nicht praktikabel an. Insgesamt deuten diese Maßnahmen auf ein mangelndes Verständnis der Stadtverwaltung für die Abläufe im touristischen Betrieb hin und könnten die Attraktivität Palmas als Reiseziel beeinträchtigen.