Die Balearen-Regierung plant die Einführung eines Registers für medizinische Fachkräfte, die aus Gewissensgründen Abtreibungen ablehnen. Diese Initiative stößt auf heftige Kritik von politischen Gegnern, insbesondere von der Partei VOX. Die VOX-Abgeordnete María José Verdú äußerte Bedenken, dass das Register zu „schwarzen Listen“ von medizinischem Personal führen könne, die die Gewissensfreiheit und den beruflichen Schutz gefährden. Sie betonte, dass diese Praxis ein Zeichen für totalitäre Tendenzen sein könne und zog Parallelen zu historischen Ereignissen, in denen Menschen aufgrund von Listen diskriminiert wurden.
Balearenregierung sichert Vertraulichkeit des Registers zu
Die Balearenregierung unter Marga Prohens betont, dass das Register strikt vertraulich behandelt und nicht an das Gesundheitsministerium übergeben wird. Gesundheitsministerin Manuela García erklärte, dass das Dekret zur Regelung des Registers derzeit in einer Phase der öffentlichen Konsultation sei und bis Monatsende vorliege. Die Opposition bleibt skeptisch und befürchtet, dass die Vertraulichkeit nicht gewährleistet ist.
García versicherte, dass das Recht auf Abtreibung im öffentlichen Gesundheitssystem der Balearen trotz der Kontroversen um das Register weiterhin uneingeschränkt gewährleistet sei. Die Gesundheitsdienste auf den Inseln sorgen laut García für einen einfachen und schnellen Zugang zu Abtreibungsdiensten.
VOX hält an ihrer Haltung fest, dass die Erstellung des Registers eine unnötige Maßnahme darstellt, die die Gewissensfreiheit der medizinischen Fachkräfte verletzt.










