PSOE boykottiert Verhandlungen zur Touristensteuer
Auf den Balearen sorgt die geplante Anhebung der Ecotasa für Konflikte zwischen Politik und Wirtschaft. Die sozialdemokratische PSOE hat angekündigt, der nächsten Sitzung des Pakts für Nachhaltigkeit fernzubleiben. Der Parteisprecher Iago Negueruela macht deutlich: Es sei Aufgabe der Regierungschefin Marga Prohens, die Pläne zu vertreten. Die Vorschläge sehen vor, die Touristensteuer in den Sommermonaten zu erhöhen, in der Nebensaison zu senken und Inselbewohner vollständig zu befreien.
Hoteliers warnen vor negativen Signalen an Herkunftsmärkte
Die balearischen Unternehmer lehnen die Steuererhöhung ab. Javier Vich, Präsident der Federación Empresarial Hotelera de Mallorca (FEHM), kritisiert die mangelnde Lenkungswirkung der Abgabe und bemängelt die ineffiziente Mittelverwendung. Derzeit liegen Projekte im Wert von über 550 Millionen Euro aus dem Ecotasa-Aufkommen unausgeführt brach.
Vich warnt vor den Folgen für die wichtigsten Quellmärkte Großbritannien und Deutschland. Eine weitere Erhöhung könnte als tourismusfeindliches Signal gedeutet werden. Trotz jährlicher Einnahmen von 140 Millionen Euro würden viele Vorhaben nicht umgesetzt, kritisiert der Hotelierverband.
Die Fronten zwischen Wirtschaft und Politik bleiben verhärtet. Während der Pakt für Nachhaltigkeit über die Anhebung berät, ist unklar, wie die gegensätzlichen Interessen in Einklang gebracht werden können.










