Der balearische Tourismusminister Jaume Bauzà hat auf einer Konferenz in Madrid den staatlichen Erlass für ein einheitliches Ferienwohnungsregister scharf kritisiert. Nach Ansicht Bauzàs überschreitet das Ministerium für Wohnungswesen mit dem Erlass seine Kompetenzen und verursacht erhebliche administrative Probleme für die Wirtschaft der Balearen.
Der Minister warnte, dass eine doppelte Registrierung die Rechtssicherheit gefährde. Bereits angemeldete Ferienwohnungen könnten ihre Rechtsgültigkeit verlieren, falls sie nicht zusätzlich im staatlichen Register eingetragen werden. Besonders problematisch sei, dass nun Grundbuchbeamte in die Verantwortung genommen würden. Dies führe zu einem Engpass und benachteilige vor allem kleinere Eigentümer und Familien, die sich bislang an die Vorschriften gehalten haben.
Fristverlängerung für Plan zur touristischen Nachhaltigkeit
Bei der Konferenz in Madrid wurde vereinbart, dass die autonomen Gemeinschaften bis zum 31. März 2027 Zeit haben, die administrative Begründung für Subventionsmittel aus dem Plan für touristische Nachhaltigkeit einzureichen. Die Fristverlängerung verschafft den balearischen Behörden mehr Spielraum, ihre Unterlagen zu überarbeiten, bevor sie an die Staatssekretäre weitergeleitet werden. Bauzà räumte ein, dass diese Entscheidung den Forderungen der Regionen entspreche, allerdings erst nach langem Drängen durchgesetzt werden konnte.










