Kritik an Forderungen zu informellen Siedlungen
In Palma de Mallorca gerät Bürgermeister Jaime Martínez zunehmend unter Druck. Bei der Übergabe eines Grundstücks vom Consell an die Stadt forderte er am Donnerstag die spanische Regierung auf, sich stärker um die zahlreichen informellen Siedlungen in Palma zu kümmern. Nach seinen Angaben werden diese zu 60 Prozent von irregulären ausländischen Staatsangehörigen bewohnt. Das Grundstück soll künftig für den neuen Botanischen Garten genutzt werden.
Während der Veranstaltung erläuterte der Bürgermeister die Pläne für die nahe der Vía de Cintura gelegene Parzelle. Dort sollen Einrichtungen für den künftigen Botanischen Garten entstehen, die wissenschaftliche und kulturelle Funktionen erfüllen und die Flora aller mediterran geprägten Regionen zeigen werden.
Polizeigewerkschaften wenden sich von Bürgermeister ab
Am selben Tag sah sich Martínez mit massiver Kritik der Polizei konfrontiert. Bei einem Termin in PalmaActiva protestierten Vertreter der örtlichen Polizeigewerkschaften gegen die Amtsführung des Bürgermeisters. Die Gewerkschafter werfen ihm vor, sich nicht ausreichend um die Umsetzung des neuen Dienstplanmodells zu kümmern. Als deutliches Zeichen ihres Unmuts drehten sie Martínez demonstrativ den Rücken zu, als dieser das Wort ergreifen wollte.
Die Gewerkschaften bemängeln vor allem, dass Martínez jeden Dialog mit ihnen verweigere. Seit Dezember steht die Einführung des neuen Dienstplans wegen ungelöster organisatorischer Fragen aus. Diese anhaltende Blockade sorgt für wachsende Unzufriedenheit bei den Polizeibeamten der Stadt.










