Mallorca plant konkrete Maßnahmen zur Einschränkung des Autoverkehrs auf der Insel. Die Inselregierung arbeitet dazu eng mit drei Fährunternehmen zusammen. Eine ständige Arbeitsgruppe soll künftig Daten und Wissen austauschen, um eine nachhaltigere Raumplanung voranzutreiben. Die Fährunternehmen müssen dabei keine Gebühren für ankommende Fahrzeuge erheben – diese Aufgabe übernimmt der Inselrat. Die geplante Regelung ähnelt der bereits auf Formentera umgesetzten Maßnahme. Allerdings erschweren knappe Zeitvorgaben und fehlende politische Unterstützung eine Verabschiedung noch während der laufenden Legislaturperiode.
Adolfo Utor von Baleària zeigt sich optimistisch, dass die Maßnahmen einvernehmlich umgesetzt werden können. Neben ihm nahmen Leonardo Asensio von GNV und Miguel Pardo von Trasmed an den ersten Gesprächen teil. Inseldezernent Rubio betonte, dass ein breiter Konsens mit der Branche notwendig sei, um die Einfahrt von Fahrzeugen wirksam zu regulieren. Konkrete Termine zur Vorlage des Gesetzestextes gibt es noch nicht – zunächst muss die Einigung mit der Branche stehen.
Verkehrsdruck senken, Tourismus nachhaltiger gestalten
Die Regulierung der Fahrzeugzahlen soll den Druck auf die lokale Infrastruktur verringern und den Tourismus umweltfreundlicher machen. Die beteiligten Fährunternehmen haben zugesagt, die Pläne des Inselrats zu unterstützen und auf eine gemeinsame Lösung hinzuarbeiten. Die Maßnahme könnte als Vorbild für nachhaltigen Tourismus auf den Balearen dienen – ein Ansatz, den alle Beteiligten positiv bewerten.










