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Die historische Milchverarbeitungsanlage Agama auf Mallorca hat nach 78 Jahren ihren Betrieb eingestellt. Vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen mit der Conselleria de Agricultura über eine öffentlich-private Partnerschaft, die den Fortbestand der Anlage sichern sollte. Die Pläne scheiterten jedoch, weil sich eine entscheidende Gruppe lokaler Produzenten nicht an dem Projekt beteiligen wollte. Nach Angaben der Conselleria kam es ohne diese Zusagen nicht zum Abschluss der Gespräche.
Preisdruck macht lokale Produktion unwirtschaftlich
Neben den gescheiterten Verhandlungen belastete die ungünstige Marktstruktur auf den Balearen das Unternehmen. Agama betonte, dass lokal produzierte Milchprodukte preislich nicht mit importierter Ware konkurrieren können. Der Preis für mallorquinische Milch liegt rund 50 Prozent über dem von Handelsmarken vom Festland. Inzwischen stammen über 95 Prozent der auf Mallorca konsumierten Milch von außerhalb der Insel.
Seit 2017 hatte Agama versucht, die lokale Milchwirtschaft wiederzubeleben. Das Unternehmen investierte mehr als acht Millionen Euro in die Digitalisierung und Modernisierung der Produktionskette. Dennoch ließ sich die Schließung nicht verhindern. Der Mutterkonzern Damm arbeitet nun daran, die 14 Beschäftigten in anderen Unternehmen der Gruppe unterzubringen.
Mitarbeiter sollen in andere Damm-Unternehmen wechseln
Die Angestellten von Agama sollen keine negativen Folgen durch die Schließung erfahren. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, innerhalb des Konzerns andere Stellen anzunehmen. Der Wechsel erfolgt unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen, um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten.
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