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Die Lebenshaltungskosten auf Mallorca sind laut einer Studie der Gewerkschaft CCOO erheblich gestiegen. Um ein Mindestmaß an gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten finanzieren zu können, benötigt man mittlerweile ein monatliches Nettoeinkommen von 2.326 Euro. Über alle Baleareninseln hinweg liegt dieser Wert bei 2.426 Euro netto pro Monat. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg sind die Wohnkosten, die auf den Balearen um 18,6 Prozent gestiegen sind.
Ibiza und Formentera sind besonders teuer. Während man auf Menorca mit 1.939 Euro monatlich auskommen könnte, sind auf Ibiza 3.433 Euro und auf Formentera 3.006 Euro nötig. Die hohen Mietkosten tragen maßgeblich zu diesem Unterschied bei. Auf Ibiza und Mallorca sind sie im Vergleich zu den anderen Inseln um bis zu 25 Prozent gestiegen.
Wohnkosten verschlingen über 70 Prozent des Einkommens auf Ibiza
Laut CCOO verschlingen auf Ibiza die Wohnkosten 71,71 Prozent des benötigten Einkommens. Diese verteuerten sich innerhalb eines Jahres um 25,8 Prozent. Viele Menschen müssen daher ihre Ausgaben in verschiedenen Bereichen wie Lebensmitteln, Kleidung und Wohnungserhaltung reduzieren. Obwohl Lebensmittel 27 Prozent teurer wurden, sanken die Ausgaben der Haushalte um 6,2 Prozent.
Der Balearische CCOO-Generalsekretär José Luís García betonte, dass mehr als 40 Prozent der Beschäftigten Schwierigkeiten hätten, mit ihrem Einkommen bis zum Monatsende auszukommen. Während die Löhne in den letzten zwölf Jahren um 40 Prozent gestiegen seien, hätten sich die Wohnkosten um 138 Prozent erhöht.
Gewerkschaft fordert Mietbegrenzung und höhere Löhne
Um der finanziellen Belastung entgegenzuwirken, fordert die Gewerkschaft höhere Löhne und politische Maßnahmen gegen die Preissteigerungen. Dazu gehören eine Mietbegrenzung, mehr öffentlich geförderte Wohnungen und Einschränkungen bei touristischen sowie befristeten Vermietungen. Ziel ist es, das wachsende Ungleichgewicht zwischen Löhnen und Lebenshaltungskosten zu verringern.
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