Die Balearen wehren sich weiterhin gegen die Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (Mena) aus Ceuta. Regionalpräsidentin Marga Prohens kündigte an, rechtliche Schritte gegen den Verteilungsplan der Zentralregierung in Madrid zu prüfen. Im Juni hatte der Ministerrat beschlossen, die Aufnahmekapazität der Balearen von 406 auf 434 Mena zu erhöhen. Die Regionalregierung lehnt diese Erhöhung ab und verweist auf eine bereits bestehende Überlastung der Einrichtungen.
Antoni Costa, Sprecher des balearischen Exekutivkomitees, stellte klar, dass die Balearen keine weiteren Mena aus Ceuta aufnehmen werden. Derzeit werden auf den Inseln bereits Minderjährige aus den Kanaren, Ceuta und Melilla betreut. Die Regionalregierung will alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um die Aufnahme weiterer Flüchtlinge zu verhindern. Prohens warnte zudem, dass die Migrationskrise in Ceuta nach dem massiven Zustrom von rund 70.000 Menschen aus Marokko noch nicht bewältigt sei.









