In den Gesundheitszentren der Balearen wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.428 Angriffe auf medizinisches Personal dokumentiert. Der Großteil dieser Übergriffe war verbaler Natur (87,5 Prozent), während 12,5 Prozent als körperliche Attacken registriert wurden. Besonders betroffen sind laut Statistiken des Dienstes für Sicherheit der Gesundheitsberufe der IbSalut Krankenschwestern und Pflegeassistenten, auf die 44,3 Prozent der Vorfälle entfallen.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Servei de Salut de les Illes Balears ein Kooperationsabkommen mit dem Col·legi Oficial de Metges de les Illes Balears (COMIB) und dem Col·legi Oficial d’Infermeres i Infermers de les Illes Balears geschlossen. Das Abkommen zielt darauf ab, die Prävention zu verstärken, rechtliche Beratung anzubieten und die Sichtbarkeit des Problems zu erhöhen.
Mehr Prävention und schnellere Meldewege
Die Vereinbarung sieht ein formelles Verfahren zur Unterstützung betroffener Mitarbeiter vor. In jedem Krankenhaus und Gesundheitszentrum werden Verantwortliche benannt, die dafür sorgen, dass alle Vorfälle schnell und effizient gemeldet und registriert werden. Geplant sind außerdem Aufklärungskampagnen und Schulungen für medizinisches Personal und Bevölkerung, um die Zahl der Aggressionen zu senken.
In Zusammenarbeit mit der Policía Nacional und der Guardia Civil werden zudem Fortbildungsprogramme im Rahmen des Interlocutor Policial Sanitario angeboten. Diese vermitteln Empfehlungen zur Prävention und zum angemessenen Verhalten im Falle eines Übergriffs.
Auch technische Mittel kommen zum Einsatz: Seit 2024 steht eine App zur Verfügung, mit der Übergriffe direkt gemeldet und dokumentiert werden können.










