Audiencia Provincial verhandelt schweren Missbrauchsfall
Die Audiencia Provincial de Baleares hat am Dienstag die Verhandlung gegen einen Mann eröffnet, der beschuldigt wird, seine minderjährige Tochter über einen Zeitraum von acht Jahren auf Mallorca misshandelt und vergewaltigt zu haben. Die Verbrechen fanden zwischen 2014 und 2022 statt, als das Mädchen zwischen zehn und 16 Jahre alt war. Laut Anklageschrift schuf der Mann ein ständiges Klima des Terrors, das von Gewalt geprägt war.
Acht Jahre systematischer Missbrauch
Die Vorfälle begannen, als das Mädchen die vierte Klasse besuchte, und endeten kurz vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Innerhalb des Familienhauses soll der Angeklagte sie regelmäßig schwer misshandelt haben, etwa indem er sie zwang, in die Hocke zu gehen, bevor er sie mit einer Bambusstange schlug. Weitere Vorwürfe umfassen gewaltsame Handlungen, bei denen das Mädchen gegen die Wand gestoßen wurde, wenn es nicht gehorchte.
Zusätzlich zu diesen Misshandlungen wird dem Mann vorgeworfen, seine Tochter wiederholt vergewaltigt zu haben. Widerstand habe er mit Gewalt gebrochen, was bei der Minderjährigen zu posttraumatischen Belastungsstörungen führte. Die Staatsanwaltschaft fordert 20 Jahre Gefängnis und eine Entschädigung von 40.000 Euro wegen dreier Fälle von Misshandlung im familiären Umfeld und fortgesetzter sexueller Gewalt.
Weiterer Missbrauchsfall vor Gericht
Parallel dazu wird ein weiterer Fall in der Region verhandelt. Ein anderer Mann steht vor der Anklage, in den Jahren 2015 bis 2018 seine minderjährige Großnichte während Klavierstunden in seinem Haus sexuell missbraucht zu haben. Diese Übergriffe sollen regelmäßig während der privaten Unterrichtsstunden stattgefunden haben und führten beim Opfer zu erheblichen psychischen Belastungen.
Auch in diesem Fall hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen beantragt: neun Jahre Haft und eine Entschädigung von 12.000 Euro wegen zweier Fälle von sexuellem Missbrauch. Diese beiden Fälle verdeutlichen die dringende Notwendigkeit des Schutzes Minderjähriger und das entschlossene Vorgehen gegen familiäre Gewalt.










