Der ehemalige Leiter der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie des Krankenhauses Son Espases, José Luis Suárez Pérez, muss sich wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten sowie eine Entschädigung von 15.000 Euro für das Opfer. Laut Anklageschrift soll Suárez im April 2024 seine Position als Vorgesetzter ausgenutzt haben, um eine Krankenpflegehelferin zu belästigen.
Am 24. April 2024 soll der Arzt die Frau zu Beginn der Schicht in der Traumatologie aufgefordert haben, seine Genitalien zu untersuchen – was sie ablehnte. Später habe er die Tür eines Besprechungsraums verschlossen und sei ihr mit heruntergelassenen Hosen gegenübergetreten. Dabei habe er obszöne Gesten gemacht und unangemessene Berührungen vorgenommen. Die Frau konnte den Raum verlassen und erstattete noch am selben Tag Anzeige bei der Polizei.
Bereits früher mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert
Der Fall hat im balearischen Gesundheitswesen für Aufsehen gesorgt. Suárez war bereits im vergangenen Jahr wegen eines ähnlichen Vorwurfs angeklagt, aber freigesprochen worden. Nach Bekanntwerden der aktuellen Vorwürfe wurde der Mediziner umgehend von seiner Position suspendiert. Das Strafverfahren findet vor dem Strafgericht in Palma statt.
Die Gesundheitsbehörde reagierte rasch, um die medizinische Versorgung im Krankenhaus Son Espases aufrechtzuerhalten. Der Fall wird von den lokalen Medien aufmerksam verfolgt, auch weil der Angeklagte bereits zuvor öffentlich mit derartigen Vorwürfen in Verbindung gebracht wurde.










